GigS - Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule
Kernelement des Modellversuchs "GigS – Ganztagsberufsschule in der gesunden Schule" ist die Zusammenfassung des Berufsschulunterrichts zu einem ausgedehnten Berufsschultag mit 10 Unterrichtsstunden (7,5 Zeitstunden). Innerhalb eines Schuljahres sollen jeweils mindestens zwei Projektwochen mit je 40 Unterrichtsstunden angeboten werden.
Damit berücksichtigt das Modell nicht nur arbeitsmedizinische und motivationspsychologische Erkenntnisse, sondern schafft Potentiale, bei den Berufsschülerinnen und -schülern Impulse zu setzen, zu einer bewegungsorientierten, gesundheitsförderlichen Lebensweise in Alltag und Beruf, wie es als Bildungsauftrag für das Fach Sport und Gesundheitsförderung formuliert wird.
Der Modellversuch sieht daher eine enge Kooperation von Sportlehrern, Fachlehrern und Ausbildern vor.
Die projektbeteiligten Lehrkräfte werden dahingehend qualifiziert, die Bereiche Sport, Bewegung und Ernährung in den Versuch zu implementieren. Im Sportunterricht der Unterstufe und in den beiden Projektwochen erlernen die Auszubildenden die Grundlagen eines gesundheitsförderlichen Bewegungs- und Ernährungsverhaltens. Im Tagesverlauf kann dann das Gelernte flexibel in den Unterricht eingebaut werden. Neben Bewegungspausen im Unterricht können beispielsweise durch die Installation von Sportgeräten wie Basketballkörben oder Tischtennisplatten Bewegungschancen in den Pausen geschaffen werden. In der Kantine und im Schulkiosk soll der Verkauf gesundheitsförderlicher Produkte gefördert werden.
Mit dem Modellversuch sollen folgende Fragen untersucht werden:
Welche sachlichen Bedingungen (Standortbedingungen) müssen vorliegen, um Ganztagsberufsschultage erfolgreich umzusetzen?
Welche didaktisch-methodischen bzw. curricularen Aspekte müssen berücksichtigt werden?
Welche organisatorischen Bedingungen müssen vorliegen, um Ganztagsberufsschultage erfolgreich umzusetzen?
Wie können die Bereiche Sport/Gesundheit/Ernährung leistungsphysiologisch förderlich umgesetzt und integriert werden?
Mit "von klein auf" sollen die Übergänge vom Kindergarten zur Schule, von der Grundschule zur weiterführenden Schule und der Schritt in die Berufsausbildung oder der Weg zum Abitur unterstützt werden.