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  Demografischer Wandel


  Dr. Wulf H. Bernotat,
CEO, E.ON AG:


"Corporate Social Responsibility – Unternehmerische Bildungsverantwortung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels"

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Unser Engagement auch über die eigene Ausbildung hinaus wurde 2007 sogar von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz ausgezeichnet. Im Wettbewerb „Beschäftigung gestalten – Unternehmen zeigen Verantwortung“ belegte E.ON Kraftwerke unter 213 teilnehmenden Unternehmen mit dem Projekt „Mit Energie dabei“ einen hervorragenden zweiten Platz. Die Auszeichnung ist eine großartige Anerkennung für alle diejenigen, die sich schon viele Jahre für das Projekt engagieren. Ein weiterer Baustein, den wir unserer Ausbildungsinitiative 2008 hinzugefügt haben, bildet eine frühzeitige Berufsorientierung in Zusammenarbeit mit Schulen. Das Schulprojekt „Kraftpaket Ausbildung“ soll einen nahtlosen Übergang von Schule in Beruf ermöglichen und somit Jugendarbeitslosigkeit systematisch und nachhaltig vorbeugen. Zielgruppe des Programms sind Schülerinnen und Schüler vornehmlich von Hauptschulen oder vergleichbaren Schulformen, die sich in den letzten beiden Schuljahren vor Abschluss befinden und Unterstützung bei der Berufswahl benötigen. So sollen Stärken, Fähigkeiten und Neigungen gezielt erkannt und ausgebaut werden. Nur wer seine Interessen und Fähigkeiten realistisch einzuschätzen lernt, kann eine fundierte Berufsentscheidung treffen. Damit leistet das Programm einen wichtigen Beitrag zur Verringerung von Ausbildungsabbrüchen, die häufig aus dem fehlenden Wissen um die eigenen Begabungen als auch um die in Frage kommenden Berufe resultieren. So werden die Schülerinnen und Schüler dazu angehalten, verschiedene Berufe über (freiwillige) Praktika auszuprobieren und es besteht die Möglichkeit, betriebliche Auswahl- und Bewerbungsverfahren kennen zu lernen. Aber auch persönliche und soziale Kompetenzen wie Disziplin, Engagement und Teamgeist der Schüler werden gestärkt, da das Projekt vorwiegend außerhalb des Unterrichts durchgeführt wird.

E.ON engagiert sich an dem Projekt mit aktuell über 200 Teilnehmerplätzen an sieben Schulen im direkten Umfeld von E.ON-Standorten. Wie bei „Mit Energie dabei“ auch sind hier regionale Bildungsdienstleister die Umsetzer des Projekts an den einzelnen Projektstandorten. Die E.ON-Gesellschaften bringen dabei ihre eigene Ausbildungskompetenz in das Projekt ein.

Alle Programme werden von uns kontinuierlich evaluiert, nicht nur um den Erfolg zu überprüfen sondern auch gemeinsam mit unseren Partnern Verbesserungen anzustoßen. So sorgt z. B. die Projekt begleitende Teilnehmerumfrage bei „Mit Energie dabei“ für eine Reflexion des bereits im Projekt Erreichten. Der Verbleib der Jugendlichen aus unseren beiden Praktikantenprogrammen wird beobachtet und dokumentiert; ein regelmäßiger Austausch mit unseren Partnern sichert die Weiterentwicklung unserer Programme.

Dabei ist es auch unabhängig einzelner Projekte wichtig, den Dialog mit Schülerinnen und Schülern zu suchen, um deren Bedürfnisse und Interessen besser zu verstehen und als Unternehmen Ideen für mögliche Maßnahmen ableiten zu können. Für mich persönlich ist es beispielsweise Tradition, im Rahmen des „Initiativkreis Ruhr“ regelmäßig mit Schülern zu sprechen. Der „Initiativkreis Ruhr“, ein Zusammenschluss von Unternehmen aus der Region, bringt seit elf Jahren im Rahmen der Aktion „Dialog mit der Jugend“ Schüler und Vorstandsvorsitzende zum Gespräch zusammen. In persönlicher Atmosphäre nutzten zuletzt im März 2008 rund 60 Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, sich ein Bild von unserem Konzern zu machen und mir auch kritische Fragen zu stellen. Solche Dialoge können Interesse auch für konkrete Berufslaufbahnen wecken. „So macht Wirtschaft in der Schule Spaß!“, war entsprechend auch ein Feedback auf dem letzten Treffen.

Darüber hinaus versuchen wir durch Maßnahmen, speziell auch das Interesse an technischen Berufen gezielt zu wecken. Nicht nur bei den Jungen, sondern auch bei den Mädchen. Denn auf die beruflichen Fähigkeiten von Frauen können wir nicht mehr verzichten. So haben junge Mädchen beim jährlichen, bundesweiten „Girl’s Day“, der auch bei E.ON Energie und E.ON Ruhrgas stattfindet, seit 2001 die Gelegenheit, in technische Berufe reinzuschnuppern. Die Initiative wird von zahlreichen Institutionen wie dem Bundesfamilienministerium oder der EU gefördert.


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