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  Demografischer Wandel


  Dr. Wulf H. Bernotat,
CEO, E.ON AG:


"Corporate Social Responsibility – Unternehmerische Bildungsverantwortung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels"

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Im ersten Baustein verpflichten wir uns Ausbildungsplätze auf hohem Niveau, auch über den eigenen Bedarf bereitzustellen. So betrug unsere Ausbildungsquote zum Jahresende 2007 mit 2.656 Auszubildenden bei E.ON-Unternehmen in Deutschland über 7 Prozent und konnte gegenüber dem Vorjahr erneut verbessert werden. Wir haben unsere internen Ausbildungsmöglichkeiten vollends ausgeschöpft. Auch Auszubildende mit Behinderung stehen bei uns in der ersten Reihe. So haben wir 2005 die Initiative „Gleiche Chancen für alle“ als eigenen Beitrag zur Aktion „Jobs ohne Barrieren“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gestartet. Sie fördert die Einstellung von Auszubildenden mit Behinderung. Innerhalb des Jahres 2006 konnten wir mit Hilfe der Initiative die Anzahl schwerbehinderter Auszubildender bei E.ON in Deutschland von 22 auf 33 erhöhen.

Zudem fand im September 2006 in der E.ON-Zentrale in Düsseldorf die Fachtagung „Gleiche Chancen für alle – mehr Ausbildung für behinderte Jugendliche“ statt. Rund 230 Experten stellten hierbei Beispiele aus der Praxis vor und diskutierten darüber, wie die Ausbildungssituation der Jugendlichen mit Handicap verbessert werden kann. 2007 lag die Anzahl schwerbehinderter Auszubildender bei E.ON bei 42, in diesem Jahr sogar bereits bei 54. Darüber hinaus konnte 8 schwerbehinderten Ausgebildeten aus dem Programm „Gleiche Chancen für alle“ ein Anstellungsverhältnis angeboten werden.

Der zweite Baustein setzt auf den „Einstieg in die Arbeitswelt“ (EidA) durch unser internes Praktikantenprogramm und ist eine weitere Reaktion auf den Mangel an Ausbildungsplätzen in der Unternehmenslandschaft. EidA-Praktikanten sind in der Regel Jugendliche, die insbesondere wegen der schlechten Ausbildungsplatzsituation (noch) keinen Ausbildungsplatz finden konnten. Für diese „unversorgten“ jungen Menschen bedarf es besonderer Aufmerksamkeit, um sie im Bildungs- und Beschäftigungssystem zu halten. Sie sollen mit betrieblicher Unterstützung die Arbeitswelt intensiv kennen lernen und gezielt auf eine Berufsausbildung vorbereitet werden. Bis zu 100 Jugendlichen bieten wir jährlich im Rahmen dieses Programms ein Praktikum in E.ON-Betrieben in Deutschland. Die Teilnehmer werden über maximal 10 Monate innerbetrieblich für eine Ausbildung qualifiziert und erhalten eine Praktikumsvergütung von 325 Euro.

Der dritte Baustein richtet sich vornehmlich an Altbewerber und Jugendliche mit multiplen Vermittlungshemmnissen. So unterstützt unsere Initiative „Mit Energie dabei“ seit über 10 Jahren Jugendliche, die nur mit intensiver Vorbereitung und professioneller Unterstützung in Ausbildung oder Arbeit vermittelt werden können. Dabei arbeiten wir mit den Arbeitsagenturen, den Arbeitsgemeinschaften und erfahrenen regionalen Bildungsträgern zusammen. Derzeit bietet die Initiative 550 Jugendlichen an 29 Standorten bundesweit die Chance auf einen qualifizierten Berufseinstieg. Und das mit Erfolg: Im Projektdurchgang 2007/2008 konnten rund 80 Prozent der teilnehmenden Jugendlichen in Ausbildung oder Arbeit vermittelt werden. Das liegt nicht zuletzt am bewährten zweistufigen Aufbau des Programms; dem dreimonatigen Trainingslehrgang zur persönlichen und beruflichen Orientierung- und Standortbestimmung folgt das siebenmonatige Praktikum in entsprechenden Berufsfeldern in regionalen Betrieben. Eine kontinuierliche sozialpädagogische Betreuung sorgt für Stabilität bei den Teilnehmern.

E.ON koordiniert die Zusammenarbeit aller Beteiligten und trägt alle Kosten während der Praktikumsphase, wie die sozialpädagogische Betreuung und die Vergütung der Praktikanten. Aus diesem Baustein rekrutieren wir bewusst nicht Auszubildende für den eigenen Bedarf, sondern stärken an unseren Unternehmensstandorten vornehmlich die klein- und mittelständischen Unternehmen sowie die Handwerksbetriebe. Mit unserem umfangreichen Firmennetzwerk unterstützen wir auch bei der Suche nach geeigneten Praktikumsbetrieben und entwickeln das Projekt weiter.


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