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  Demografischer Wandel


  Dr. Wulf H. Bernotat,
CEO, E.ON AG:


"Corporate Social Responsibility – Unternehmerische Bildungsverantwortung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels"

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Unternehmen sind Teil des Bildungssystems. In ihrer originären Bildungsverantwortung liegt es, Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen und Mitarbeitern Möglichkeiten zur fachlichen wie persönlichen Weiterentwicklung zu bieten. Darüber hinaus können Unternehmen, ob groß oder klein, aber auch mit einem breiteren Blickwinkel eine integrative, chancenreiche und damit nachhaltige Bildungslandschaft auf der Basis eigener Ressourcen und Kompetenzen fördern. Neun Handlungsfelder sollen im Folgenden beispielhaft Aktivitäten von E.ON aufzeigen und zugleich auch als Anregung für andere Unternehmen gelten:

  1. Angebot eigener Ausbildungsplätze - auch über Bedarf.
  2. Förderung der Einstellung von Auszubildenden mit Behinderung.
  3. Angebot alternativer Praktika, wenn Ausbildungsplätze fehlen.
  4. Angebot ergänzender Maßnahmen, die zu einer Ausbildung befähigen.
  5. Unterstützung der Berufsorientierung von Schülern.
  6. Begleitung von Studenten und Absolventen auf dem Weg ins Berufsleben.
  7. Themenbezogene Lehrmaterialien und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche.
  8. Entwicklung und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter.
  9. Schaffung eines Umfelds des Voneinander Lernens und Lebenslangen Lernens.


Ausbildungsplätze zu schaffen liegt in der originären Verantwortung von Unternehmen. Als international agierendes Unternehmen ist es E.ON ein ureigenes Anliegen, für qualifizierten Nachwuchs zu sorgen. Jährlich stellen wir ca. 800 neue Auszubildende ein. So bieten wir vielen jungen Menschen attraktive berufliche Perspektiven. Insgesamt sind bei E.ON in Deutschland über 2.600 Auszubildende in über 30 Berufen an über 50 Standorten beschäftigt. Wir fördern ein gutes Lern- und Arbeitsklima und ermöglichen regelmäßige Feedback-Gespräche mit unseren Führungskräften. Unser Ziel ist es, jungen Menschen durch eine qualitativ hochwertige Ausbildung für die vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben in unserem Konzern zu qualifizieren und so die Nachwuchskräfte von morgen zu gewinnen. Zudem ermöglichen wir, leistungsstarken Auszubildenden ein Studium neben oder im Anschluss an die Ausbildung zu absolvieren.

Zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und als Beitrag zum im Juni 2004 zwischen Politik und Wirtschaft geschlossenen Ausbildungspakt wurde darüber hinaus die E.ON-Ausbildungsinitiative ins Leben gerufen. Hintergrund war die prekäre Situation im Ausbildungsbereich mit einem akuten Lehrstellenmangel einerseits und einem zu geringen Qualifikationsniveau, d.h. einer vielfach fehlenden Ausbildungsreife der Bewerber andererseits. Am 5. März 2007 wurde der Ausbildungspakt zwischen der Bundesregierung und Wirtschaft mit einer deutlichen Erhöhung der quantitativen Zusagen durch die Wirtschaft bis 2010 verlängert, da die Probleme trotz insgesamt sinkender Schulabgänger-Zahlen und Trendwende auf dem Arbeitsmarkt leider weiterhin bestehen: Mehr Bewerber als Ausbildungsstellen, rückläufige Zahlen gemeldeter Ausbildungsstellen, fehlende Ausbildungsreife der Schulabgänger sowie zusätzlich eine steigende Zahl an Altbewerbern.

Mit unserer Ausbildungsinitiative möchten wir einen aktiven Beitrag leisten, Jugendarbeitslosigkeit heute und in Zukunft vorzubeugen und jungen Menschen trotz einer nach wie vor angespannten Situation einen erfolgreichen Start ins Berufsleben ermöglichen. Dabei umfasst die E.ON-Ausbildungsinitiative vier Bausteine, die sich jeweils an eine besondere Zielgruppe richten und wesentliche Handlungsfelder von E.ON‘s Bildungsengagement abdecken.


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